Das Rebbiegen

Das Rebbiegen ist bei dem Anschnitt längerer Bogreben wichtig, da die Rebe durch ihre hormonellen Steuerungsmechanismen typisch in ihrem Wachstum ist: Die Vorherrschaft der Triebspitze (Apikaldominanz).

 

Diese führt dazu, dass die jeweils obersten Augen und Triebe bevorzugt mit Nährstoffen versorgt werden und dadurch schneller und höher wachsen (vgl. Müller 2008, S. 299). Um der Apikaldominanz entgegenzuwirken und das Wachstum neuer Triebe gleichmäßig zu gestalten, muss bei längeren Bogreben dafür gesorgt werden, dass zu einer Seite hin dieses Holz eine nach unten gerichtete (und/oder zur Seite gerichtete) Orientierung aufweist (Müller 2008, S. 301).

 

Im Bild unten ist die aus dem Kapitel "Der Rebschnitt" gezeigte Rebe nun in das oben beschriebene Erziehungsmuster überführt.

 

Abb. 5: Neue Bogrebe nach beschriebenem Schnittverfahren Abb. 5: Neue Bogrebe nach beschriebenem Schnittverfahren

Literatur:

 

Müller, Edgar (2008): Die Arbeit am Rebstock. - In: Müller/Walg/Lipps (Hrsg.): Der Winzer. Weinbau, Seite 299-362, Stuttgart.